Infos für Volontäre

Volontärinnen und Volontäre sind uns herzlich willkommen
Innerhalb von 10 Jahren haben wir Erfahrungen mit vielen Volontären und Volontärinnen gesammelt. Stets fanden wir - bei z.T. stressiger und harter Arbeit - zu einem guten Team zusammen und haben gemeinsam die gesteckten Ziele erreicht. Viele Volontäre und Volontärinnen kommen immer wieder zu den Ausgrabungen des Instituts nach Jordanien zurück und fühlen sich eng mit unserer Arbeit verbunden.

Dass dies so bleibt, möchten wir im folgenden Hinweise geben, die von allen Bewerberinnen und Bewerbern bitte gründlich zur Kenntnis genommen werden sollten:
Grundbedingung für Ihre Teilnahme ist eine sehr gute körperliche und seelische Verfassung. Sie werden bei einer Sommerkampagne in den Mittagsstunden z.T. weit über 40 Grad im Schatten erleben (im Frühjahr bis ca. 35 Grad Celsius). Dies erfordert eine ausreichende Kondition, Selbstdisziplin (z.B. stetiges Trinken von um die Mittagszeit natürlich längst lauwarmem Wasser) und eine gute Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.

Sollten Sie unter Krankheiten leiden oder regelmäßig bzw. akut Medikamente zu sich nehmen, müssen Sie diesbezüglich Ihren Arzt im vorhinein konsultieren und diesen nach etwaigen Risiken befragen. Ihre Gesundheit ist Ihr wichtigstes Gut. Keine archäologische Arbeit ist so bedeutend, dass Sie auch nur irgendwelche Risiken eingehen sollten. Grundsätzlich müssen Sie uns etwaige gesundheitliche Probleme schon bei Ihrer Bewerbung mitteilen!
Spezielle Impfungen sind für Jordanien (es sei denn Ihr Arzt empfiehlt es Ihnen) nicht notwendig. Allerdings müssen alle Ihre Langzeit-Schutzimpfungen noch gültig sein (z.B. Tetanus oder Polio).
Bringen Sie Ihren Impfausweis sowie das Notwendige für die Erste Hilfe mit.
Versicherung: Eine für Jordanien gültige Kranken- und Unfallversicherung ist unbedingt erforderlich.

Was wir Ihnen bieten:
Wissenschaftliche Arbeit auf hohem Niveau. Ein kompetentes Team und Offenheit für alle Ihre archäologischen Fragen. Unter primitiven Verhältnissen und mit geringem Komfort behaftet können Sie mit uns einige Wochen das stressige Treiben auf einer Ausgrabung teilen (das Grabungshaus hat einen morbiden Charme). Die Unterbringung erfolgt im Grabungshaus in 2- bis 4-Bett-Zimmern bzw. in einer nahe gelegenen Wohnung in 2 bis 3-Bett-Zimmern.

Was wir Ihnen nicht bieten:
Wir sind kein Reisebüro. Unser Grabungshaus ist kein Hotel. Ausgrabungen haben nichts mit Event-Reisen zu tun! Bitte erwarten Sie vor Ort keine Reiseleitung und Betreuung. Alle Mitarbeiter auf dem Tall Zira`a haben ein intensives und anstrengendes Arbeitspensum zu erfüllen, das vor allem die Verantwortlichen voll in Anspruch nimmt. Sie gehören zu einem Team.

Für Volontärsreisen mit der Thomas-Morus-Akademie gelten die beiden vorstehenden Abschnitte nur eingeschränkt: Sie haben natürlich einen Reiseleiter und wohnen in einem Hotel in Irbid.

Was wir von Ihnen erwarten:
Den Willen, sich in das Team einzufügen. Soziales Engagement, Teamfähigkeit, gute Laune, Eigenverantwortung, konstruktive Mitarbeit und kritische Rückmeldungen. Das Augenmerk aller muss dem Fortschritt und dem Erfolg der Ausgrabung gelten.

Bewährt haben sich folgende Utensilien im Reisegepäck: Hut mit Krempe, Sonnenschutzmittel, Insektenschutz, im März auch noch Regenschutz, Tagesrucksack, (dünne, feste) Kelle, Taschenmesser, Picknickteller (für die Frühstückspause), Taschenlampe, Schreibzeug (inkl. Bleistifte, Buntstifte), Spiele, ein Reiseführer von Jordanien, Handy (SMS ist eine billige und schnelle Möglichkeit, mit der Heimat in Kontakt zu treten). Bei Unterbringung im Grabungshaus ist ein Schlafsack erforderlich.
Arbeitskleidung: lange und leichte Hosen, alte T-Shirts, Sonnenhut (mit Krempe), knöchelhohe! Trekkingschuhe (PFLICHT), Arbeitshandschuhe. Langärmlige Shirts sind zumindest in den ersten Tagen für sonnenempfindliche Anfänger anzuraten. Locker sitzende Kleidung aus Naturfasern trägt sich am angenehmsten in der Sonne.
Freizeitkleidung: legere, leichte Kleidung, Sommerkleid oder -rock, Pulli oder leichte Jacke. Im Frühjahr braucht man abends auch noch einen warmen Pullover. Alle Kleidungsstücke sollten pflegeleicht sein. Im Grabungshaus kann man seine Wäsche waschen. Generell kleidet man sich ungezwungener und weniger gestylt als in Europa. Für den Besuch religiöser Stätten sind allerdings schulterbedeckende Shirts und lange Hosen (bei Frauen auch ein langer Rock) notwendig.

Bitte respektieren Sie grundsätzlich die Sitten des Landes! Wir sind keine Touristen. Ihr freundliches und ungezwungenes Auftreten in diesem Sinn wird mit Respekt und menschlicher Nähe der arabischen Bevölkerung beantwortet.

Reisepass: Sie benötigen einen bei Reiseende noch 6 Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist am Flughafen Amman problemlos erhältlich (oder im voraus bei der Jordanischen Botschaft in Berlin oder den entsprechenden Konsulaten).

Währung: Die jordanische Währung ist der jordanische Dinar (JD, entspricht zur Zeit ca. 1,05 Euro), die kleinere Einheit Fills (1000 Fills = 1 Dinar). In Geschäften und Restaurants wird grundsätzlich bar bezahlt. Es ist günstiger, erst in Jordanien per Euro- oder Mastercard Geld am Automaten zu ziehen oder in den Banken einzutauschen.
PKWs sind nur mit Visa-Card zu mieten.

Adresse in Amman:
German Protestant Institute
c/o German Embassy Amman
P.O.Box 183
1111 Amman
Telefon: 00962/6/534 29 24

Tagesablauf auf der Grabung

  • 04:30 Wecken, Essen, Packen
  • 05:20 Abfahrt mit dem Bus
  • 06:00 Ankunft am Tall und Arbeitsbeginn
  • 09:30-10:00 Frühstück
  • 12:00-12:15 Arbeitspause
  • 14:00 Ende der Arbeit - Heimreise
  • 15:00 Mittagessen
  • 16:00-19:00 Arbeit in Kleingruppen (Keramik waschen/bestimmen, Dokumentation etc.)
  • 20:00 Abendessen

Das Tagesprogramm ist tatsächlich gefüllt! Gearbeitet wird 5 Tage pro Woche in oben genannter Weise.
Der 6. Tag wird zur Aufarbeitung und Dokumentation der Befunde im Grabungshaus benutzt.

Mahlzeiten: Gekocht wird in unserem Grabungshaus landestypisch. Es gibt reichlich Salate, Früchte und meist zweimal täglich warme Mahlzeiten. Das Essen ist vielfältig, schmackhaft und alle Portionen sind sehr reichlich bemessen.

Sicherheitslage: Bisher galt Jordanien als eines der sichersten Länder im Nahen Osten. Der zweite Irak-Krieg der USA hat aber viele Länder des Nahen Ostens (und nicht zuletzt auch Europas) unsicherer gemacht. Wir empfehlen das Studium der entsprechenden Veröffentlichungen des Auswärtigen Amtes zur Sicherheitslage in Jordanien.
Wir warnen allerdings auch nachdrücklich vor selbsternannten "Sicherheitsexperten", die das gegenwärtige Jordanien nicht aus eigener aktueller Anschauung kennen. Fernsehberichte bieten oft nur ein unzureichendes Bild vom tatsächlichen Leben im Nahen Osten.
Sicherheitsgarantien kann niemand für irgendein Land der Erde erhalten. Ihre Entscheidung, nach Jordanien zu reisen, ist immer Ihre persönliche Entscheidung.

(Stand: Dez. 2009)

Projektpartner

Biblisch-Archäologisches Institut Wuppertal   (BAI
Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes   (DEI)

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Schirmherrschaft

His Royal Highness Prince El Hassan ibn Talal übernimmt als Vertreter des Könighauses die Schirmherrschaft

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Freunde und Förderer

  • Freundeskreis des BAI Wuppertal
  • Gerda Henkel-Stiftung, Wuppertal
  • Stadtsparkasse Wuppertal

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Kooperationspartner

Wir arbeiten mit vielen Hochschulen, Instituten und Firmen vertrauensvoll zusammen.

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